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BACKGAMMON STRATEGIE

Um beim Backgammon zu gewinnen, brauchen Sie eine gute Strategie. Eine solche Strategie zu beherrschen ist der beste Garant, um erfolgreich zu spielen. Wenn Sie einfach nur um des Spielens willen spielen, mag es Ihnen genug sein, einfach zu sehen, wie die Würfel fallen und zu schauen, wo Sie das hinbringt. Wenn Sie aber auf Gewinn oder gar um echte Einsätze spielen, genügt Ihnen das nicht.
Wir von WINBackgammon haben einige gute Tips parat um Sie schnell erfolgreich zu machen. Natürlich können wir Sie dadurch nicht automatisch zum Gewinner machen - aber wir zeigen Ihnen die Richtung, ein echter Backgammon-Champion werden.

Setzen Sie einen "Anker" im Heimfeld Ihres Gegners.
Eine "Prime" (zu deutsch Blockade) sind sechs "Points" (Point " ein Punkt bzw. eine Spitze, die man besitzt, wenn man mindetens zwei Steine darauf hat) in einer Reihe. Wenn Sie sechs "Points" hintereinander haben, kann Ihr Gegner diese nicht überqueren - Sie hingegen haben volle Setzmöglichkeiten iinnerhalb dieses Gebietes. Ein Prime (Blockade) in Ihrem Heimfeld nennt man ein "Closed Board" - ein geschlossenes Feld, weil Ihr Gegner vom Mittelsteg (Bar) aus nicht mehr ins Spiel kommt - alle Points sind geschlossen. Haben Sie Ihr Heimfeld geschlossen, kommt Ihr Gegener so lange nicht mehr ins Spiel, bis Sie es wieder freigeben.

Verteilen Sie Ihre Steine gleichmässig
Verteilen Sie Ihre Steine möglichst innerhalb von sechs Spitzen (Pips). Auf diese Art haben Sie immer die Möglichkeit, einen "Man" zu decken oder für einen "Runner" einen sicheren Rastplatz zu haben. Sie sind so flexibler und es ist einfacher, Ihre Position zu schützen, wenn Sie wenige Steine (Men) auf einem Point (Spitze oder Feld mit mindestens zwei Steinen) haben. Sie sollten nie mehr als sechs "Men" auf einem Point haben.

Blots (Punkte, Felder bzw. Spitzen, die mit nur einem Stein besetzt sind)
Manchmal haben Sie keine andere Wahl, als einen Blot offen zu lassen. Aber: die Gefahr wegen eines Blots auf einem Ihrer niedrigen Felder zu haben und so richtig viel Spielzeit zu verlieren ist gross. Versuchen Sie Blots nur dann offen zu lassen, wenn es Ihr Spiel nicht zu sehr schädigen kann. Und kalkulieren Sie immer die Auswirkung ein, wenn Sie beim nächsten Zug geschlagen werden und auf den Mittelsteg müssen.

Noch wichtiger ist es, sich keinesfalls dazu hinreissen zu lassen, einen Stein Ihres Gegners zu schlagen, wenn Ihnen das keine Spielvorteile bringt. Wenn Sie sich selbst dadurch eine Blösse geben oder Ihr Gegener Sie blockieren kann, schlagen Sie den Stein Ihres Gegeners nicht. Ein schlechter Zug kann Sie um den Spielgewinn bringen.

Eröffnungszüge und erste Bewegungen
Als Neuling beim Backgammon wissen Sie sicher zu schätzen, dass es ein paar Züge gibt, die als die einzig richtigen gelten. Beachten Sie das hingegen nicht, reduzieren Sie Ihre Erfolgschancen und können sich noch nicht ´mal auf Pech berufen. Über Jahrhunderte hinweg haben Experten Spiele analysiert um herauszufinden, welche Anfangs-Züge den meisten Erfolg versprechen.

Der wichtigste Zug zu einem "Point" (Punkt, also ein Feld mit mindestens zwei eigenen Steinen), den man machen kann, nennt man "Golden Point", zum Beispiel einen 20er Point (auf Ihrer Spitze bzw. Feld 20 oder des Gegners Spitze 5). Dieser Zug würde Ihnen einen vorzüglichen Anker (Anchor) verschaffen und das Leben Ihres Gegners deutlich erschweren, wenn er vom Mittelsteg hineinspielen möchte. Ein Eröffnungswurf mit einer 3 und einer 1 sollte Sie dementsprechend erfreuen. Eröffnungswürfe mit 6 + 1 sowie 4 + 2 erlauben es Ihnen Feld 7 bzw. 4 in Points zu verwandeln.

Ziehen Sie zwei Steine (Men) von Ihrem "Midpoint" (das ist Spitze bzw. Feld 13 bzw. Ihres Gegners Spitze 12), wenn Sie entweder 5 + 4, 4 + 3, 5 + 2, 5+ 3 oder 3 + 2 würfeln. Eine andere Möglichkeit, wenn Sie 3 + 2, 4 + 3 oder 5 + 4 würfeln ist es, freie Spitzen bzw. Felder hinter Ihrem Gegner zu besetzen (slot), um daraus in einem folgenden Zug Points herzustellen, oder aber Sie nutzen eines der Augen, um einen gegnerischen Stein zu schlagen und den anderen, um einen Stein von Ihrem Midpoint weg zu bewegen. Eine weitere Möglichkeit bei einer 5 + 4 ist es, einen Hintermann (back man, also einer Ihrer hintersten Steine) um neun Felder nach vorne zu bewegen.

Wenn Sie eine 6 und eine 5, 4, 3 oder 2 würfeln, sollten Sie einen Hintermann (back man) mit beiden Augen zusammen ziehen oder einen Back Man sechs und einen anderen vom Midpoint ziehen. Die Experten sind darüber uneins, was man am besten macht, wenn man eine 6 und eine 2 würfelt. Wie dem auch sei, viele raten dazu, einen Stein vom Midpoint (dem jeweiligen 13-Punkt beider Spieler) acht Felder zu ziehen, um einen Slot auf Spitze 5 zu setzen und lassen diesen offen, um sie im nächsten Zug möglich in einen eigenen Point zu wandeln.

Würfeln Sie 4+1, 2+1, 5+1, dann teilen Sie Ihre "Back Men" - also Ihre hinteren Steine - indem Sie einen davon bewegen und die weiteren gewürfelten Augen von Ihrem Midpoint (dem Mittelpunkt, also dem 13. Punkt jeden Spielers) aus ziehen - oder aber Sie ziehen die 1 um auf den 5er Punkt einen Slot (Ein einzelner Stein auf einem Punkt, der dorthin gestellt wurde, um den Punkt im nächsten Zug zu machen) zu setzen und bewegen die andere Zahl von Ihrem Midpoint aus.

Falls Ihr Gegner den ersten Zug hat und Sie einen Pasch würfeln … was dann ?

6+6 - Ziehen Sie Ihre ersten "Bar-Points", also 2 Steine auf Ihr Feld 7

5+5 - Ziehen Sie zwei Steine von Ihrem "Midpoint" (Ihr Feld 13) auf Ihr Feld 3

4+4 - Bewegen Sie Ihre beiden "Back Men" vor um Ihres Gegners 5er Spitze(bzw. Feld 5) mit einem Anker zu besetzen. Dann besetzen Sie Ihre 9er Spitze als Point.

3+3 - Bewegen Sie Ihre beiden "Back Men" vor, um Ihres Gegeners 4er Spitze mit einem Anker zu besetzen. Dann besetzen Sie Ihre 5er Spitze mit einem Point.
2+2 - Nehmen Sie Ihre "Back Men" und ziehen Sie jeweils zweimal, um in Ihres Gegners Heimfeld die 5er Position mit einem Anker zu besetzen.

1+1 - Besetzen Sie Ihre 5er und 7er Spitze mit Points.

Je erfahrener Sie als Backgammon-Spieler werden, umso mehr werden Sie Ihre eigenen Fehler machen und erkennen. Das ist wie im richtigen Leben. Aber denken Sie bitte immer daran, je mehr Sie von erfahrenen Spielern, den Champions und Experten lernen könnnen, umso geringer wird Ihre Fehlerquote. Und irgendwann schreiben Sie vielleicht Ihr eigenes Buch über erfolgreiche Backgamnmon-Strategien.

Würfel Theorien
Backgammon hat nichts mit dem Glücksfaktor von z.B. Knobeln gemein. Natürlich benutzen wir Würfel und natürlich haben diese Einfluss auf den Spielverlauf. Aber: je besser ein Spieler ist, umso mehr kann er aus den Vorgaben eines Wurfes ableiten - egal wie die Würfel fallen. Im Live-Backgammon gibt es einige Bestimmungen - erfahrene Profi-Spieler benutzen Präzisions-Würfel um absolut sicher zu gehen, dass jeder Wurf fair und unbeeinflussbar ist.

Spielen Sie Backgammon online, wird auf der Backgammon-Seite i.d.R. ein zertifizierter Zufallsgenerator verwendet. Dieser zertifizierte Zufallsgenerator stellt sicher, dass jeder Wurf völlig zufällig und absolut unvorhersagbar ist. Es existieren eine ganze Reihe dieser Zufallsgeneratoren und jeder Backgammon-Veranstalter verwendet sein eigenes System.

Was bedeutet das ? Es heisst, dass Sie niemals vorhersagen können, welche Augen-Kombination als nächstes fällt. Aber natürlich können Sie ganz einfach Statistiken führen um herauszufinden, mit welcher Wahrscheinlichkeit der nächste Wurf die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten bringt.

Es gibt nur 36 verschiedene Kombinationen (sechs für den ersten Würfel der fällt und weitere sechs für den zweiten - und die Kombinationen daraus). Wenn Sie die Chancen verstehen, die aus den den verschiedenen Augen-Kombinationen entstehen, können Sie besser entscheiden, wie riskant ein Zug ist.

Ein Beispiel: Wenn Sie sich zwischen zwei Zügen entscheiden müssen, bei dem einer einen Blot (also einen einzeln stehenden, schlagbaren Stein) einen Punkt von Ihrem Gegner offen lässt und der andere einen Blot neun Felder von Ihrem Gegner - wie entscheiden Sie, welcher Zug riskanter ist ? Wenn Sie jetzt eine Wahrscheinlichkeitstheorie anwenden, können Sie errechnen, mit welcher Zufälligkeit Ihr Gegner Sie bei seinem nächsten Zug schlagen kann.

Würfelt Ihr Gegner irgendeine Kombination mit einer 1 - wird er Ihren Stein, der nur ein Feld weit weg ist, schlagen können. Und es gibt 11 solcher Wahrscheinlichikeiten: 1+1 (nur eine Kombination der Würfel erzeugt diesen 1er Pasch), eine 1 mit dem ersten Würfel und eine beliebige Augenzahl auf dem anderen (also 1+2, 1+3, 1+4, 1+5, 1+6) oder eine 1 mit dem zweiten Würfel (also 2+1, 3+1, 4+1, 5+1, 6+1). Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit 11 aus 36 möglichen Kombinationen.

Wenn nun - um bei Beispiel zu bleiben - der andere Zug einen Blot offen lässt, der neun Felder von Ihrem Gegner entfernt ist, müsste dieser eine der folgenden Kombinationen würfeln: 4+5, 5+4, 3+6 oder 6+3. Die Wahrscheinlichkeit ist also mit 4 aus 36 weitaus geringer. Nun wird klar, welche Ihrer Entscheidungen risikoärmer ist, richtig ?


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